Inzwischen tummeln sich immer mehr Menschen im Internet. Erste Anlaufstellen sind oft die virtuellen sozialen Netwerke. Ob Facebook, Twitter, die VZ-Gruppe, wer-kennt-wen oder Lokalisten – Soziale Netzwerke im Internet gewinnen stets an Bedeutung, auch bei den weniger erfahrenen Internetnutzern.
In Deutschland selbst wird der “blaue Himmel” zum Trend, vor allem Nutzer, die in das Erwachsenenalter rutschen, beschäftigen sich prozentual öfter und länger mit dem in den USA gegründeten Netzwerk – durchschnittlich soll der einfache User fast eine Stunde in Facebook verbringen, die Aktivität ist also ziemlich stark.
Virtuelle Fische füttern, die Pixelfarm in Stand halten, Fotos & Videos der letzten Party ins Netz stellen, den Highscore des Internetnachbarn schlagen oder einfach herausposaunen, was man gerade denkt oder macht, das alles ist möglich und wird auch genutzt.

Es ist der Meilenstein unserer Generation – Generation Upload werden wir auch öfters genannt. Und es stimmt, wir laden alles hoch was uns irgendwie betrifft. Denkt man mal länger und schärfer darüber nach, dann merkt man erst, wie gruselig das eigentlich ist. Aber – und da liegt der Knackpunkt – das Konzept ist erfolgreich. Mark Zuckerberg, Gründer von Facebook, meinte erst kürzlich, dass Privatsphäre, wie wir sie kennen, “überholt” sei. Ob er Recht hat will ich ungern beurteilen, aber es ist doch nun mal so, dass Menschen schon fast unbewusst immer transparenter werden und private Informationen für die gesamte Welt bereitstellen, ohne über die Konsequenzen nachzudenken. Andererseits ist es aber auch deutlich, dass uns der Datenschutz sehr wohl wichtig ist. Gerade im Hinblick auf die in der Presse so stark vertretende Google Streetview Debatte wird das Problem viel handfester.
Es ist ein eigenartiges Phänomen.

Nicht verwundert ist man, wenn die Gründung – oder besser: Geschichte – dieser so komplexen und interessanten sozialen Netzwerke verfilmt wird. So ist das auch bei Facebook der Fall. Hinter dem Titel “The Social Network” verbirgt sich die Entstehung und der spannende Weg einer bahnbrechenden Revolution, die auf die Menschheit zurollt. Eigentlich geht es sogar viel eher um den Gründer Mark Zuckerberg. Der Psychologiestudent und Programmierer hatte vorerst nur eine Anlaufstelle für die Studenten seiner Universität geplant. Nach nur wenigen Jahren verließ das Netzwerk namens Facebook den Campus und wurde für beliebige Nutzer geöffnet – der Erfinder hinter diesem Projekt, welches auf fast 10 Milliarden Dollar Marktwert geschätzt wird, kann sich nun den aktuell jüngsten Milliardär auf Erden nennen. Am 14. Oktober wird der Film hier in Deutschland Premiere feiern.
Ich persönlich freue mich sehr darauf. Nicht nur weil eine spannende Karriere (wenn auch etwas dramatisiert) in Bild und Ton verewigt wird, sondern, weil ich mir auch erhoffe, dass auf die ganz allgemeinen Schwächen der Menschen eingegangen wird, wenn es um Ruhm, Ehre und Reichtum geht.
Dass der Film die Problematik die ich beschrieben habe vertieft, bezweifle ich, auch wenn ich es mir erhoffen würde.
Ach übrigens: Der (wirklich gute) Song im Hintergrund (Creep heißt er) ist von Scala & Kolacny Brothers, ein belgischer Mädchenchor, der aus ungefähr 60 Mitgliedern besteht – alle ziemlich jung. Geleitet wird die Truppe von den – aufpassen, jetzt wirds spannend – Kolacny Brüdern. Stijn und Steven Kolacny um ganz pedantisch zu sein.
großartiger Film, muss ich sehen.
Hut ab, wenn Du später wirklich Journalist wirst, ich les dich :P
Coole Sache!
Hervorragender Artikel :-)

